Das Jüdische Museum São Paulo präsentiert eine große Retrospektive von Gretta Sarfaty, die 60 Werke aus den vergangenen fünf Jahrzehnten zusammenführt. Die Ausstellung umfasst Fotografien, Dokumentationen von Performances, Videos und Gemälde der in Athen geborenen Künstlerin, die nach Aufenthalten in Paris, Mailand, New York und London in São Paulo lebt.

Die von Patricia Wagner kuratierte Auswahl hebt die Transparenz als wiederkehrendes Thema in Sarfatys Werk hervor. Schleier, Spitze und Spiegel tauchen in Arbeiten auf, die den weiblichen Körper – oft den der Künstlerin selbst – an die Grenzen der Sichtbarkeit führen. Die Werke erkunden dessen Verwandlung von einer idealisierten Figur zu einer grotesken Erscheinung.

Sarfatys künstlerische Praxis wurde mit Body Art und der internationalen Performanceszene der 1970er-Jahre in Verbindung gebracht, neben Künstlerinnen wie Ana Mendieta, Carolee Schneemann, Gina Pane, Marina Abramović und Valie Export. Ihre Selbstporträts, die in Performances vor Spiegel und Kamera entstanden, verfolgen den Wandel zwischen Schönheit und Verzerrung.

Die Retrospektive konzentriert sich auf Sarfatys Arbeiten in den Bereichen Fotografie und Malerei sowie auf ihren Einsatz von Performance und Video, um den Körper und sein sich wandelndes Bild zu untersuchen.

Quellen: Folha Ilustrada.