Francesco Baccini hat Nomi e cognomi 2 veröffentlicht, sein erstes Soloalbum mit eigenen Songs seit Dalla parte di Caino aus dem Jahr 2007. Das Album mit 13 Titeln wurde in Mailand zusammen mit einem gleichnamigen Buch vorgestellt und erscheint 34 Jahre nach seinem früheren Album Nomi e cognomi.
Der genuesische Singer-Songwriter sagt, die neue Platte verzichte darauf, einen einzelnen Politiker herauszugreifen. Die erste Single des Albums von 1992, Giulio Andreotti, habe für Kontroversen gesorgt, erinnerte er sich. Ein Song, der nach der amtierenden Ministerpräsidentin Giorgia Meloni benannt wäre, wäre „ein Chaos“, sagte er und fügte hinzu, dass seine Satire diesmal das gesamte politische Spektrum im Parlament ins Visier nehme.
Dieser Ansatz zeigt sich in einem Song mit dem fiktiven Abgeordneten Gino Piripozzi, einer Figur, die aus den Fehlern jener zusammengesetzt ist, die Baccini zufolge im Parlament sitzen. Das Album blickt jedoch auch zurück und würdigt Menschen, an die es sich seiner Meinung nach zu erinnern lohnt, darunter Tiziano Terzani, Don Gallo, Francesco Nuti, Freak Antoni, Franco Califano und Marc Chagall.
Einer der Songs ist Matilde Lorenzi gewidmet, einer vielversprechenden italienischen Skifahrerin, die während eines Trainings im Alter von 19 Jahren starb. Baccini sagte, ihr Tod habe ihn besonders schmerzlich getroffen, weil sie so jung gewesen sei und gerade das getan habe, was sie liebte. Er schrieb den Song in einem Schaffensrausch und spielte ihn anschließend ihren Eltern vor, die bislang unveröffentlichte Bilder für das Video zur Verfügung stellten.
Das Album enthält außerdem Pino Mirella, eine Parodie auf zeitgenössischen Trap, die eine Figur aus Baccinis früherem Werk wieder aufleben lässt. Mit Orchesterarrangements von Mauro Ottolini und Beiträgen zahlreicher Musiker bewegt sich die Platte zwischen Rock, Balladen, lateinamerikanischen Rhythmen und Rap und bewahrt zugleich einen live eingespielten, handgemachten Klang.
Das von Baldini e Castoldi veröffentlichte Begleitbuch ist eine Autobiografie, die anhand von Menschen erzählt wird, denen Baccini während seiner mehr als 35 Jahre in der Musik begegnet ist – vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Italien. Geplant sind Auftritte in Bologna am 25. November, in Ascoli Piceno am 26. November und in Turin am 18. Dezember, gefolgt von Konzerten im Januar in Enna und Brolo. Außerdem ist eine Box geplant, die das neue Album mit einer Neuauflage des Originals von 1992 verbindet.
Quellen: ANSA Cultura.