Ola Sars, Gründer und Geschäftsführer von Soundtrack, sagt, der US-Musikbranche entgingen schätzungsweise 1,4 Milliarden Dollar an jährlichen Lizenzeinnahmen, weil Unternehmen urheberrechtlich geschützte Musik ohne die erforderlichen kommerziellen Lizenzen abspielten. Die Zahl stammt aus einer von Soundtrack in Auftrag gegebenen Studie. Soundtrack ist eine kommerzielle Musikstreaming-Plattform, die von Spotify unterstützt wird.
Für die Studie wurden rund 1.500 Vertreter von etwa 15.000 US-Unternehmensstandorten befragt. Sie ergab, dass nur 19 % der Unternehmen, die Musik abspielen, die Anforderungen für kommerzielle Musik vollständig erfüllen. Fast 80 % nutzen Streamingdienste für Verbraucher, deren Lizenzen auf die private Nutzung beschränkt sind. Lediglich 5 % gaben an, Lizenzen aller vier großen Verwertungsgesellschaften für Aufführungsrechte zu besitzen: ASCAP, BMI, GMR und SESAC.
Sars zufolge ist Unternehmen oft nicht bewusst, dass Streamingdienste für die private Nutzung nicht zu kommerziellen Zwecken eingesetzt werden dürfen. Er sagt, die Lizenzierungsregeln seien kompliziert, obwohl eine etablierte Tarifstruktur bestehe. Seiner Ansicht nach könnte eine bessere Einhaltung der Regeln Künstlern und Rechteinhabern eine bedeutende neue Einnahmequelle erschließen, während das Wachstum bei abonnementfinanziertem und werbefinanziertem Streaming nachlasse.
Soundtrack zufolge ist das Unternehmen vor Kurzem eine Partnerschaft mit SESAC eingegangen und deckt damit nun alle vier großen US-amerikanischen Verwertungsgesellschaften für Aufführungsrechte ab. Der kommerzielle Dienst kostet rund 35 Dollar im Monat und umfasst einen lizenzierten Musikplayer, Werkzeuge zur Anpassung von Playlists für verschiedene Standorte sowie einen Katalog mit mehr als 155 Millionen Titeln, die von ASCAP, BMI, GMR und SESAC vertreten werden.
Das in Schweden ansässige Unternehmen gibt an, 60.000 Unternehmen in 75 Ländern zu bedienen. Sein jährlich wiederkehrender Umsatz beläuft sich auf rund 60 Millionen Euro beziehungsweise 67 Millionen Dollar. Bis 2028 soll er 100 Millionen Dollar erreichen.
Quellen: Billboard.
