Am 1. November 2026 versammelten sich Tausende Menschen auf der Piazza Maggiore in Bologna, um Francesco Guccini, dem renommierten Singer-Songwriter aus Modena, bekannt als 'Maestrone' von Pavana, zu gedenken. Trotz des Regens, der den Platz in ein Meer bunter Regenschirme verwandelte, blieb die Begeisterung der Menge ungeschmälert, während sie sich an den Künstler erinnerten, der am 6. August im Alter von 86 Jahren verstorben war.

Die Veranstaltung mit dem Titel 'Cantata per un amico. Bologna canta Guccini' wurde von der Stadt Bologna und dem Kollektiv Cantate Bologna organisiert. Sie diente als eine Vergrößerung des spontanen Zusammentreffens, das am Tag von Guccinis Tod in der Via Paolo Fabbri stattgefunden hatte. Die Teilnehmer saßen auf den Kopfsteinpflastern vor der Basilika San Petronio, unter den Arkaden und auf dem Crescentone und schufen so eine intime, doch kollektive Atmosphäre. Die Menge war vielfältig und mischte Erwachsene, Kinder, Universitätsstudenten, Eltern mit Babys in Buggys oder Tragetüchern, Großeltern und Paare, die sich an den Händen hielten.

Bevor die offizielle Veranstaltung begann, erfüllten Töne von Liedern wie 'Piccola città', 'Canzone per un'amica', 'La Locomotiva', 'Autogrill' und 'Auschwitz' die Luft. Eine improvisierte Orchestergruppe mit Geige, Akkordeon und Zimbeln trat in der Mitte des Platzes auf, geleitet von einem Regisseur mit Megafon, der die Menge über musikalische Tonarten instruierte. Das kollektive Singen reichte von 'Cyrano' bis zu 'Eskimo', 'Via Paolo Fabbri 43', 'Bologna' und 'Venezia'.

Die Teilnehmer drückten tiefe persönliche Verbindungen zu Guccinis Werk aus. Eine junge Mutter mit einem schlafenden Kind in einer Trage erklärte, dass die Lieder des Sängers ihr Leben begleitet hätten, während ein Großvater feststellte, dass sein Enkel alle Lieder von Francesco kenne. Die Versammlung zog Menschen aus ganz Italien an, wobei die Teilnehmer scherzten, sie bräuchten Schilder, um ihre Herkunft zu repräsentieren, darunter Val d'Aosta, Mailand, Rom und Perugia. Selbst ein amerikanisches Ehepaar, das gerade durchkam, hielt an, um zuzuhören, nachdem man ihnen mitgeteilt hatte, dass sie einer Hommage an einen berühmten italienischen Sänger beiwohnten.

Teresa Guccini, die Tochter des Künstlers, teilte ihre Reaktion auf Instagram und drückte ihre Dankbarkeit für die überwältigende Emotion aus, die von der Menge gezeigt wurde. Sie erklärte, sie sei sich sicher, dass ihr Vater trotz seiner schüchternen Natur von der Feier bewegt worden wäre. Ihre Nachricht war mit einem Video des vollgepackten Platzes versehen, auf dem 'Vedi cara' gesungen wurde. Auch Bürgermeister Matteo Lepore dokumentierte die Veranstaltung in den sozialen Medien und beschrieb die Szene mit einem einzigen Wort: 'Emozione'.

Quellen: ANSA Cultura.