„L’Arabe“, der erste Spielfilm des Regisseurs Malek Bensmaïl, greift Kamel Daouds Roman „Der Fall Meursault“ auf, um die Geschichte des namenlosen Arabers neu zu betrachten, den Meursault in Albert Camus’ „Der Fremde“ tötet.

Daouds Roman gibt dem Opfer einen Namen: Moussa Ouled El-Assasse. Außerdem macht er dessen jüngeren Bruder Haroun zum Erzähler und schafft so ein Gegenstück zu Camus’ Roman, das eine Perspektive wiederherstellt, die in der ursprünglichen Darstellung fehlte.

Der Film spielt in den 1990er-Jahren in Algerien, wo ein junger Journalist einem älteren Mann begegnet. Die Geschichte stellt diese Begegnung vor dem Hintergrund einer von islamistischem Terrorismus geprägten Zeit dar und beleuchtet das Vermächtnis einer schmerzhaften, umstrittenen Erinnerung.

Quellen: Le Monde Culture.